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Kontinuierliche Fortbildung

Gemäß § 56 Abs. 1 APAG haben sich Abschlussprüfer sowie Mitarbeiter, die in maßgeblich leitender Funktion bei Abschlussprüfungen mitwirken, kontinuierlich fortzubilden und diese Fortbildung gemäß § 56 Abs. 4 APAG der Abschlussprüferaufsichtsbehörde nachzuweisen.

Rechtsnormen: § 56 APAG, § 35 WTBG, Art. 13 RL 2006/43/EG
Stichworte: kontinuierliche Fortbildung, Personenkreis

§ 56 Abs. 2 APAG verweist hinsichtlich des Umfangs der kontinuierlichen Fortbildung auf § 35 Z 1, 2, 3, 5, 6 und 8 WTBG. Die kontinuierliche Fortbildung hat demnach die Fachgebiete Qualitätssicherung, Risikomanagement, Berufsrecht der Wirtschaftstreuhänder (Z 1), Abgabenrecht (Z 2), Rechnungslegung (Z 3), Rechtslehre (Z 5), Abschlussprüfung (Z 6) und Grundzüge des Bank-, Versicherungs-, Wertpapierrechts (einschließlich des Börserechts) und Devisenrechts (Z 8) zu umfassen.

Rechtsnormen: § 56 APAG, § 35 WTBG, Art. 13 RL 2006/43/EG
Stichworte: kontinuierliche Fortbildung, einschlägige Fachgebiete

Gemäß § 56 Abs. 2 APAG hat das zeitliche Ausmaß der kontinuierlichen Fortbildung mindestens 120 Stunden innerhalb eines Durchrechnungszeitraumes von drei Jahren, jedoch zumindest 30 Stunden pro Kalenderjahr, zu betragen. Von den 120 im Durchrechnungszeitraum zu erbringenden Fortbildungsstunden sind mindestens 60 in den Bereichen Rechnungslegung und Abschlussprüfung nachzuweisen.

Rechtsnormen: § 56 APAG, § 35 WTBG, Art. 13 RL 2006/43/EG
Stichworte: kontinuierliche Fortbildung, Fortbildungsstunden, Durchrechnungszeitraum

Gemäß § 56 Abs. 4 ist die erfolgte kontinuierliche Fortbildung bis zum 31. März des Folgejahres mittels schriftlichem Nachweis an die APAB zu übermitteln. Hierzu senden Sie bitte die Nachweise per E-Mail an behoerde@apab.gv.at. Hinweis: Die an die KWT gemäß § 3 WT-ARL 2003 idgF. übermittelte Fortbildungsmeldung wird nicht an die APAB übermittelt.

Rechtsnormen: § 56 APAG, § 35 WTBG, Art. 13 RL 2006/43/EG
Stichwort: kontinuierliche Fortbildung, schriftlicher Nachweis, Übermittlung

Qualitätssicherungsprüfung

Die Abschlussprüferaufsichtsbehörde stellt zur Einbringung eines Antrags auf Durchführung einer Qualitätssicherungsprüfung eine Vorlage zum Download zur Verfügung. Aus einem ordnungsgemäßen Antrag muss/müssen der/die Antragsteller klar ersichtlich sein. Zudem sind die notwendigen Angaben zum Prüfungsbetrieb zu machen und die vollständigen, gleichwertigen Angebote der nominierten Qualitätssicherungsprüfer anzuschließen.

Rechtsnormen: § 24 APAG, § 26 APAG, § 29 APAG, Art. 29 RL 2006/43/EG
Stichwort: Antrag auf Durchführung einer Qualitätssicherungsprüfung, Qualitätssicherungsprüfer, Dreiervorschlag, Angaben zum Prüfungsbetrieb

Die Abschlussprüferaufsichtsbehörde hat die Angebote der nominierten Qualitätssicherungsprüfer unter Berücksichtigung der Angemessenheit des Honorars gem. § 31 Abs. 3 APAG zu prüfen. Die Honorierung hat sich demnach an den berufsüblichen Grundsätzen, der Größe des zu überprüfenden Prüfungsbetriebs und der dazu aufzuwendenden Zeit zu orientieren. In der Praxis hat sich folgende Vorgehensweise entwickelt: Die Angebote sind dann als „gleichwertig“ zu betrachten, wenn die höchste Anzahl der aufzuwendenden Prüfungsstunden das jeweils niedrigste Angebot um maximal 50% desselben übersteigt.

Rechtsnormen: § 29 APAG, § 31 APAG, Art. 13 RL 2006/43/EG
Stichwort: Antrag auf Durchführung einer Qualitätssicherungsprüfung, Qualitätssicherungsprüfer, Dreiervorschlag, Honorierung der Qualitätssicherungsprüfung, Gleichwertigkeit der Angebote

Die Bescheinigung ist bis zu dem Zeitpunkt, zu dem die nächste Qualitätssicherungsprüfung durchzuführen ist, zu befristen (§ 35 Abs. 3 APAG). Eine erneute Qualitätssicherungsprüfung ist demnach spätestens bis zum Ablauf der Bescheinigungsfrist durchzuführen, andernfalls in der Zeit ohne Bescheinigung weder testiert, noch Aufträge angenommen werden dürfen.

Rechtsnormen: § 29 APAG, § 31 APAG, § 35 APAG, Art. 13 RL 2006/43/EG
Stichwort: Antrag auf Durchführung einer Qualitätssicherungsprüfung, Qualitätssicherungsprüfer, Zeitpunkt der Antragstellung, Befristung der Bescheinigung, Dreiervorschlag

Der Antrag auf Durchführung einer Qualitätssicherungsprüfung („Dreiervorschlag“) ist schriftlich in jeder technisch möglichen Form (Post, E-Mail, Fax) an die APAB zu übermitteln.

Rechtsnormen: § 29 APAG, § 31 APAG, § 35 APAG, Art. 13 RL 2006/43/EG
Stichwort: Antrag auf Durchführung einer Qualitätssicherungsprüfung, Qualitätssicherungsprüfer, Zeitpunkt der Antragstellung, Befristung der Bescheinigung, Dreiervorschlag

Die Abschlussprüferaufsichtsbehörde stellt eine Liste der anerkannten Qualitätssicherungsprüfer zur Verfügung. Alle gelisteten natürlichen und juristischen Personen können zur Durchführung von Qualitätssicherungsprüfungen nominiert werden.

Rechtsnormen: § 29 APAG, Art. 13 RL 2006/43/EG
Stichwort: Antrag auf Durchführung einer Qualitätssicherungsprüfung, Qualitätssicherungsprüfer, Dreiervorschlag

Um die neue Bescheinigung spätestens (rechtzeitig) beim Ablauf der aktuellen Bescheinigung zu erhalten, sollte der Antrag zumindest drei Monate vor Ablauf der aktuellen Bescheinigung gestellt werden, da das Qualitätssicherungsverfahren an die Sitzungen der Qualitätsprüfungskommission gekoppelt ist. Die APAB hat die QPK vor der Bestellung des Qualitätssicherungsprüfers und zur Auswertung des erstellten Prüfberichts anzuhören. Dabei ist zu bedenken, dass die QPK-Sitzungen in der Regel monatlich abgehalten werden (die Sitzungstermine können  hier abgerufen werden) und es bei Rückfragen bzw. anderer anzustellenden Ermittlungen zu einer Verlängerung der Verfahrensdauer kommen kann.

Rechtsnormen: § 12 APAG, § 35 APAG,
Stichworte: Antrag auf Durchführung einer Qualitätssicherungsprüfung, Bescheinigung, Qualitätsprüfungskommission

Bescheinigung

§ 35 Abs. 5 APAG normiert, dass eine Bescheinigung nicht übertragen werden oder übergehen kann. Dies gilt selbst dann, wenn die neugegründete Prüfungsgesellschaft bloß bereits bescheinigte Wirtschaftsprüfer zur Durchführung von Abschlussprüfungen beschäftigt. In diesem Fall hat die neugegründete Prüfungsgesellschaft eine vorläufige Bescheinigung bei Neuaufnahme des Prüfungsbetriebes gem. § 36 APAG zu beantragen.

Rechtsnormen: § 35 Abs. 5 APAG, § 36 APAG
Stichworte: Übertragung der Bescheinigung, Übergang der Bescheinigung, vorläufige Bescheinigung

Gem. § 35 Abs. 5 APAG ist eine Änderung der Firma gem. §§ 17 – 37 UGB der APAB unter Vorlage eines Firmenbuchauszugs anzuzeigen. Die APAB stellt in diesem Fall eine neue Bescheinigung aus.

Rechtsnormen: § 35 Abs. 5 APAG, §§ 17 – 37 UGB
Stichworte: Firmenänderung, Übertragung der Bescheinigung, Übergang der Bescheinigung

Dies ist jederzeit per schriftlicher Meldung an die APAB möglich. Der Verzicht ist unwiderruflich, die erteilte Bescheinigung unverzüglich zurückzustellen und die Eintragung im öffentlichen Register von Amts wegen zu löschen. Wird frühestens nach Ablauf von 12 Monaten nach dem Verzicht die erneute Durchführung von Abschlussprüfungen iSd. APAG beabsichtigt, kann ein Antrag auf Erteilung einer Bescheinigung bei Wiederaufnahme des Prüfungsbetriebes gem. § 37 APAG gestellt werden. Dieser ist auf höchstens 18 Monate zu befristen.

Wird bis zum Fristablauf der erteilten Bescheinigung keine neuerliche Bescheinigung erlangt, ist die Eintragung im öffentlichen Register von Amts wegen zu löschen.

Rechtsnormen: § 35 Abs. 4 APAG, § 37 APAG
Stichworte: Verzicht auf die Bescheinigung, Befristung der Bescheinigung, Wiederaufnahme des Prüfungsbetriebes

Es ist ein Antrag auf vorläufige Bescheinigung bei Neuaufnahme eines Prüfungsbetriebes gem. § 36 APAG zu stellen. Dem Antrag anzuschließen ist der Nachweis über die aufrechte Berufsbefugnis bzw. Anerkennung als Prüfungsgesellschaft sowie über die getroffenen Qualitätssicherungsmaßnahmen gemäß § 23 Abs. 2 Z 1 APAG (idR. das aktuelle Handbuch zur Qualitätssicherung). Darüber hinaus ist das Bestehen einer aufrechten Vermögensschaden-Haftpflichtversicherung nachzuweisen.

Die APAB erteilt eine auf 18 Monate befristete Bescheinigung, während dieser Zeit ist der/die AntragstellerIn zur Durchführung von Abschlussprüfungen befugt. Spätestens bis zum Ablauf der Befristung hat eine Qualitätssicherungsprüfung zu erfolgen, widrigenfalls die Eintragung im öffentlichen Register von Amts wegen zu löschen ist.

Rechtsnormen: § 36 APAG, § 23 Abs. 2 Z 1 APAG
Stichworte: Neuaufnahme eines Prüfungsbetriebes, Befristung der Bescheinigung

Öffentliches Register

Bis auf weiteres können Änderungen der im öffentlichen Register enthaltenen Informationen per e-mail an register@apab.gv.at gemeldet werden. Die Aktualisierung wird von der APAB durchgeführt.

Rechtsnormen: § 53 Abs. 4 APAG
Stichworte: öffentliches Register, Aktualisierung von Informationen, Kommunikation mit der Behörde

Interne Nachschau

Die interne Nachschau hat zumindest jährlich stattzufinden. Inhaltlich betrifft sie jährlich die Überprüfung des internen Qualitätssicherungssystems, wobei jeder verantwortliche Prüfer eines Prüfungsbetriebs innerhalb von drei Jahren zumindest mit einem Auftrag in die Nachschau einbezogen werden muss.
Die Qualitätssicherungsprüfung gem. APAG ersetzt die interne Nachschau nicht. Das heißt, auch im Jahr der Durchführung der Qualitätssicherungsprüfung gem. APAG hat eine interne Nachschau im vorgeschriebenen Ausmaß stattzufinden.

Befangenheit, Umsatzabhängigkeit

Gemäß § 271 Abs. 2 Z 7 UGB gilt ein Abschlussprüfer bzw. eine Prüfungsgesellschaft von der Prüfung einer Gesellschaft als ausgeschlossen, wenn in den letzten fünf Jahren jeweils mindestens 30% der Gesamteinnahmen des Abschlussprüfers aus beruflicher Tätigkeit von der zu prüfenden Gesellschaft oder mit dieser verbundenen Unternehmen oder Unternehmen, an denen die zu prüfende Gesellschaft zumindest mit 20% beteiligt ist, bezogen haben und dies auch im aktuell laufenden Geschäftsjahr zu erwarten ist.

Stichworte: Ausgeschlossenheit, Umsatzabhängigkeit, Wesentlichkeitsgrenze

Sobald die Schwelle von 30% während der gesamten letzten fünf Geschäftsjahre überschritten wird, tritt der Ausschlussgrund im sechsten Jahr nach Erreichen der Umsatzgrenze ein. Angemerkt sei, dass die Beurteilung hinsichtlich der Ausgeschlossenheit zum Zeitpunkt der Wahl des Prüfers vorzunehmen ist.

Stichworte: Umsatz, Abschlussprüfer

Nicht alle beruflichen Einnahmen des Abschlussprüfers sind darunter zu subsumieren. In diesem Zusammenhang sind dem Wortlaut nach nur Gesamteinnahmen aus der Prüfung und Beratung erfasst.

Stichworte: Ausgeschlossenheit, Umsatzabhängigkeit, Wesentlichkeitsgrenze, Umsatzberechnung

Es kommt darauf an, welcher Gesellschafter bzw. Gesellschafterkreis hinter diesen Leistungen steckt. Mit anderen Worten, wenn ein Abschlussprüfer als Ein-Mann-Betrieb operiert, ist hinsichtlich der lukrierten Umsätze eine Zusammenrechnung vorzunehmen. Tritt ein Abschlussprüfer z.B. als Alleinunternehmer einer Wirtschaftsprüfungs- und einer Steuerberatungskanzlei auf, dann sind die Umsätze getrennt zu betrachten. In diesen Fällen kann eine Umschichtung der Umsätze von der Wirtschaftsprüfungs- in die Steuerberatungskanzlei vorgenommen werden, um den Ausschlussgrund des § 271 Abs. 2 Z 7 UGB. nicht schlagend werden zu lassen.

Stichworte: Ausgeschlossenheit, Umsatzabhängigkeit, Wesentlichkeitsgrenze, Umsatzberechnung

Anzeige- und Informationspflichten

Wenn ein Abschlussprüfer bzw. eine Prüfungsgesellschaft bisher keine Unternehmen von öffentlichem Interesse geprüft hat, daher noch nicht auf der Liste der PIE-Prüfer der APAB steht und nun erstmalig einen solchen Auftrag annimmt, dann ist eine Meldung erforderlich. Eine Meldung ist auch dann notwendig, wenn ein bestehender Klient eines Abschlussprüfers bzw. einer Prüfungsgesellschaft, die bisher nur Non-PIEs geprüft hat, durch Erstnotiz von Aktien oder Anleihen in einem regulierten Markt in der EU oder in einem EWR-Vertragsstaat zu einem PIE wird. Die Meldung hat unverzüglich zu erfolgen. Unverzüglich bedeutet bei Neuannahme eines Klienten binnen zwei Wochen nach der Wahl des Abschlussprüfers durch die General- bzw. Hauptversammlung, bei bestehenden Klienten binnen zwei Wochen nach dem Tag der Erstnotiz des Wertpapiers. Keine Meldung ist notwendig, wenn der Abschlussprüfer bzw. die Prüfgesellschaft bereits als PIE-Prüfer bei der APAB erfasst ist und nur ein zusätzliches PIE-Mandat annimmt.

Rechtsnormen: § 45 APAG

Stichworte: Anzeigepflichten, Unternehmen von öffentlichem Interesse, Annahme von PIE-Prüfungsmandaten

Die Beendigung sämtlicher Aufträge zur Durchführung einer Abschlussprüfung eines Unternehmens von öffentlichem Interesse ist der APAB unverzüglich anzuzeigen. Bei späterer, erneuter Annahme eines PIE-Prüfungsmandats gilt die Anzeigepflicht bei erstmaliger Annahme eines Auftrages zur Durchführung einer Abschlussprüfung eines Unternehmens von öffentlichem Interesse entsprechend.

Rechtsnormen: § 45 APAG

Stichworte: Anzeigepflichten, Unternehmen von öffentlichem Interesse, Beendigung von PIE-Prüfungsmandaten